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Zwischen beruflicher Praxis und Wissenschaft

Geboren 1926 in Magdeburg. Schulbesuch ab 1932 in Magdeburg, Luftwaffenhelfer (2/1943 bis 5/1944). Kriegsdienst 8/1944 und Kriegsgefangenschaft 4/1945 -3/1946. Erneut ein Jahr Schulbesuch. Abitur am Staatlichen Realgymnasium in Dillenburg/Hessen. Studium an der Pädagogischen Akademie Lüdenscheid (1947 - 1949), ab 1949 Volksschullehrer in Düsseldorf. 1956 nach weiterem nebenberuflichem Studium Staatsprüfung für das Lehramt für Realschulen (Deutsch und Geschichte). Nebenberufliches Lehramt i. d. Fächern Deutsch u. Bürgerkunde an der Einzelhandelsberufschule a. d. Bachstraße in Düsseldorf (1956 - 1962). Konrektor (1962 - 1965). 1964 Kirchliche Bevollmächtigung zur Erteilung des Evangelischen Religionsunterrichtes durch die Landeskirche Rheinland. Von 1965 bis 1973 Schulleiter (1968 Hauptschulrektor) und mehrere Jahre Leiter der zweiten Phase der Lehrerausbildung im Schulaufsichtsbezirk Düsseldorf III (sog. "Junglehrer-AG). 1971 Beginn eines nebenberuflichen Promotionsstudiums in Erziehungswissenschaft und Geschichtswissenschaft an der Universität Düsseldorf und des Studiums der Politikwissenschaft und Didaktik der Geschichte und Politischen Bildung an der Pädagogischen Hochschule Rheinland, Abt. Neuss. Nebenberufliches Studium an der Universität/Gesamthochschule Paderborn in Geschichtswissenschaft (1976 – 1980).
1980 Staatsprüfung für das Lehramt der Sekundarstufe II in den Fächern Geschichte und Sozialpädagogik (berufliche Fachrichtung).
Ab 1973 berufliche Tätigkeit an der Universität Bielefeld. Promotion zum Dr. phil. 1976 im Fach Erziehungswissenschaft - Schwerpunkt Geschichte der Erziehung.. 1984 Akademischer Direktor. Im WS 1993/1994 Lehrauftrag in der Politischen Bildung an der Universität Halle-Wittenberg.

Schwerpunkte in der Lehre: Jugend- und Erwachsenenbildung/ Weiterbildung, auch in ihren historischen Zusammenhängen; Medienpädagogik, Geschichte der Schule im 19. und 20. Jahrhundert, Schulpädagogik, Allgemeine Didaktik und Pädagogik als Unterrichtsfach der Sekundarstufe II, Politische Bildung.
In den 70er Jahren Mitglied der Aufbau- und Forschungskommission des Zentrums für Wissenschaft und berufliche Praxis der Universität Bielefeld, später auch in der Senatskommission für Lehre und studentische Angelegenheiten. Mehrere Jahre Vorsitzender des Abteilungsausschusses der Abteilung Pädagogik in der damaligen Fakultät für Pädagogik, Philosophie und Psychologie. Ab 1980 Auf- und Ausbau des Praxissemesters im Diplomstudiengang Erziehungswissenschaft.
Ab 1976 Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft. Mitglied des Zentrums für Kindheits- und Jugendforschung der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld.

Schwerpunkte der Forschungen und wissenschaftlichen Arbeit: 1976 bis 1991 Leitung von durch die Universität Bielefeld finanziell geförderten Projekten (SOPAED-Projekte) zur Geschichte der Arbeiterjugendbewegung und zur sozialistischen Jugendbewegung sowie zur sozialistischen Erziehung. Projektgruppenarbeit, Gruppenpädagogik. Ferner: Öffentlich-rechtliche Medien und Gemeinwesenarbeit, auch Bildungsarbeit im Stadtteil (1974 - 1979), zusammen mit Prof. Dr. Dieter Baacke, gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und im praktischen Teil durch die Landeszentrale für Politische Bildung NRW. Geschichte der Erziehung (u.a. Freie Weltliche Schulen in der Weimarer Republik), Reformpädagogik, Medienpädagogik (u.a. "Schüler machen Filme"- WDR; mehrere Arbeiten zum Jugendfilm im Nationalsozialismus). Betreuung von Arbeiten zur Geschichte der Jugendarbeit (u.a. zum Bund Deutscher Mädel), Leitung eines Projektes in Zusammenarbeit mit dem DGB-Kreis Bielefeld (Arbeit und Leben) zur Regionalgeschichte der Gewerkschaften. 1988/1989.

Mit Dieter Baacke: Projekt zur schulnahen Lehrerfortbildung. Leitung eines Projektes zur Geschichte der Arbeiterjugendbewegung in Zusammenarbeit mit der Sektion Geschichte der gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock, das im Rahmen des deutsch-deutschen Kulturabkommens gefördert wurde. Von 2000 bis 2004 Untersuchungen zur Geschichte der Gewerkschaft Textil-Bekleidung in der Region Bielefeld in Zusammenarbeit mit der IG-Metall Bielefeld. Zusammen mit dem Archiv der Arbeiterjugendbewegung in Oer-Erkenschwick Beiträge zur Geschichte der Sozialistischen Jugendbewegung. Arbeiten zur Geschichte der SPD.

Mitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft seit 1948. Mitglied des VdK seit 1946. Neben dem Beruf ab 1949 tätig in der Sozialistischen Jugend Deutschlands - Die Falken in den unterschiedlichsten Funktionen. Mitbegründer des Stadtjugendringes Düsseldorf. Mitglied des Jugendwohlfahrtsausschusses der Landeshauptstadt Düsseldorf. Ehrenamtliche sozialpädagogische Tätigkeit in der Arbeiterwohlfahrt Düsseldorf. Teilnehmer mehrerer Vollversammlungen des Deutschen Bundesjugendringes. Zusammen mit Lorenz Knorr, Heinz-Joachim Heydorn und Gernot Koneffke Redaktion der Zeitschrift "Erziehung und Gesellschaft". Vorsitzender des Arbeitskreises für Gruppenpädagogik Düsseldorf e. V.. Mehrere Jahre Mitglied des Landesvorstandes des Deutschen Jugendherbergswerkes Rheinland. Anfang der 70er Jahre Mitbegründer und stellvertretender Vorsitzender des Progressiven Eltern- und Erzieherverbandes (PEV) Nordrhein-Westfalen. Zweiter Bundesvorsitzender der Sozialistischen Jugend Deutschlands - Die Falken (1965 - 1971). Vizepräsident der Internationalen Falkenbewegung/Sozialistische Erziehungsinternationale, Sitz Wien (1967 - 1973). Von 1982 bis 2004 Vorsitzender des (bundesweiten) Förderkreises Dokumentation der Arbeiterjugendbewegung und (von 2002 - 2004) außerdem Erster stellvertretender Vorsitzender der Stiftung zur Förderung des Archivs der Arbeiterjugendbewegung und der sozialistischen Kinder- und Jugendarbeit (Bonn). Nach dem Ausscheiden als Vorsitzender des Förderkreises (02.10.2004) weiterhin Vorstandsmitglied. Nebenberufliche Tätigkeit an den Volkshochschulen Düsseldorf und Bielefeld, der Heimvolkshochschule Haus Neuland/Bielefeld und in den 90-er Jahren in der Friedrich-Ebert-Stiftung (im Bundesland Brandenburg), ferner in Didaktik der Politischen Bildung und Geschichte am Pädagogischen Institut der Landeshauptstadt Düsseldorf (bis 1974).
Zugehörigkeit zur SPD seit 1949, neben Funktionen in den unterschiedlichsten Gremien auf der örtlichen wie auf Landes- und Bundesebene in der Bildungspolitik und in der Jugendpolitik, u.a. 1958/59 Mitglied des Kulturpolitischen Ausschusses beim Parteivorstand der SPD, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Lehrer im SPD-Unterbezirk Düsseldorf (1962 - 1973), Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Bildung, SPD-Bezirk Ostwestfalen-Lippe (1982 - 1997). Mitglied des Rates der Stadt Werther i.W. (1979 bis 1994), hier u.a. Vorsitzender des Ausschusses für Jugend, Familie und Soziales, Vorsitzender des Kuratoriums des Jugendzentrums Werther und mehrere Jahre stellvertretender Verbandsvorsitzender der Volkshochschule Ravensberg (Sitz Halle i.W.). Vorsitzender des Ortsvereins Werther der SPD von 1992 bis 1996. Vorsitzender der AG 60+ in Werther (1999 bis 2016).